Kosten Hausverwaltung – dieses Thema ist für viele Eigentümer zentral. Schließlich möchte jeder wissen, welche Gebühren auf einen zukommen, wenn man eine Hausverwaltung beauftragt. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick, mit welchen Hausverwaltungskosten Sie rechnen müssen, wie sich die Verwalterkosten zusammensetzen und welche Unterschiede es zwischen WEG-Verwaltung und Mietverwaltung gibt. Zudem erfahren Sie Richtwerte pro Wohnung und warum der billigste Anbieter nicht immer die beste Wahl ist.
Was kostet eine Hausverwaltung?
Die monatliche Hausverwaltungsgebühr pro Wohnung ist nicht pauschal festgelegt und hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind vor allem die Art der Verwaltung, die Anzahl der Wohnungen, die Lage und der Zustand der Immobilie sowie der vereinbarte Leistungsumfang. Im Durchschnitt liegen die Verwaltergebühren derzeit etwa zwischen 20 und 40 Euro pro Wohneinheit und Monat . Bei größeren Wohnanlagen mit vielen Einheiten kann der Preis pro Einheit tendenziell niedriger ausfallen, während sehr kleine Gemeinschaften oder Premium-Immobilien pro Wohnung auch höhere Kosten (oft bis zu ~50 € monatlich) haben können .
Wie berechnen sich die Hausverwaltungsgebühren?
In den meisten Fällen vereinbaren Eigentümer und Verwalter einen festen Betrag pro Einheit und Monat als Vergütung . Diese sogenannte Grundvergütung oder der Regelsatz deckt die Standardleistungen der Hausverwaltung ab. Dazu zählen in der WEG-Verwaltung zum Beispiel:
- Buchführung und Abrechnung der Hausgelder
- Erstellung des Wirtschaftsplans und der Jahresabrechnung
- Organisation der Eigentümerversammlung (eine ordentliche Versammlung pro Jahr)
- Koordination von Instandhaltungsmaßnahmen und Dienstleistern (Hausmeister, Reinigung etc.)
Nicht alle Tätigkeiten sind in der Grundgebühr enthalten. Sonderleistungen der Hausverwaltung stellt die Hausverwaltung meist separat in Rechnung . Das können bei einer WEG-Verwaltung zum Beispiel außerordentliche Eigentümerversammlungen, die Bearbeitung eines Eigentümerwechsels (Verkauf einer Wohnung) oder die Abwicklung von Versicherungsschäden sein . Auch die Durchführung größerer Sanierungsmaßnahmen vergütet die Hausverwaltung oft zusätzlich , da hierfür ein deutlich höherer Aufwand entsteht.
In der Mietverwaltung – also der Verwaltung vermieteter Häuser oder Wohnungen für einen Vermieter – ist ebenfalls eine Grundpauschale üblich. Hier können jedoch andere Abrechnungsmodelle vorkommen: Manche Hausverwaltungen berechnen statt eines Pauschalbetrags einen prozentualen Anteil der Mieteinnahmen (etwa 5–6 % der Nettokaltmiete) als Vergütung . Zusätzliche Leistungen wie die Mietersuche, Bonitätsprüfung von Mietern oder Mietvertragsgestaltung werden oft extra berechnet, falls sie nicht im Vertrag enthalten sind . Es ist daher wichtig, den Verwaltervertrag genau zu prüfen, damit klar ist, welche Leistungen im Preis inbegriffen sind und wofür zusätzliche Gebühren anfallen.
WEG-Verwaltung vs. Mietverwaltung: Unterschiede bei den Kosten
Die Kosten der Hausverwaltung können je nach Verwaltungsart leicht variieren. Bei einer WEG-Verwaltung (Wohnungseigentümergemeinschaft) trägt jeder Wohnungseigentümer seinen Anteil der Verwalterkosten für das Gemeinschaftseigentum. Die Vergütung wird pro Einheit festgelegt und im Verwaltervertrag vereinbart. Hier liegen die Gebühren typischerweise in dem genannten Rahmen von rund 20–40 € pro Einheit und Monat. Bei sehr kleinen WEGs mit nur wenigen Einheiten vereinbaren Verwaltungen mitunter ein Mindesthonorar für die gesamte Gemeinschaft (z. B. 100 € pro Monat insgesamt), damit sich der Aufwand deckt.
Bei der Mietverwaltung (Mietshäuser oder Sondereigentumsverwaltung für vermietete Wohnungen) können die Kosten hier etwas höher liegen, weil die Verwaltung auch die Mieterbetreuung und das Mahnwesen übernimmt. Je mehr Wohnungen verwaltet werden, desto geringer wird in der Regel der Preis pro Wohnung ausfallen . Einige Verwaltungen berechnen für Mietobjekte eine ähnliche Pauschale pro Einheit wie bei WEGs, während andere – wie oben erwähnt – einen prozentualen Anteil der Monatsmiete ansetzen. Dieser prozentuale Ansatz ist vor allem dann üblich, wenn die Verwaltung einzelne vermietete Eigentumswohnungen (Sondereigentum) im Auftrag des Vermieters übernimmt.
Unabhängig von der Verwaltungsart sollten Sie darauf achten, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche nicht. Eine transparente Auflistung im Verwaltervertrag hilft, Überraschungen bei den Kosten zu vermeiden.
Gibt es eine gesetzliche Gebührenordnung für Hausverwalter?
Nein – eine feste, gesetzlich vorgeschriebene Gebührenordnung für Hausverwalter gibt es in Deutschland nicht . Jede Hausverwaltung kann ihre Preise selbst festlegen, abhängig von Markt, Region und Leistungsangebot. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Hausverwaltung Gebühren von Anbieter zu Anbieter. Als Eigentümer sollten Sie daher immer genau vergleichen, welche Leistungen ein Angebot umfasst und welche Zusatzkosten eventuell anfallen können . Eine seriöse Verwaltung wird alle Kostenpunkte transparent darlegen und im Vertrag detailliert festschreiben.
Fazit: Qualität der Verwaltung vs. Kosten
Das Thema Kosten Hausverwaltung ist ein wichtiger Faktor, aber der Preis allein sollte nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Eine sehr günstige Hausverwaltung mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, doch langfristig kann ein zu niedriger Preis zu Problemen führen. Wenn ein Verwalter aus Budgetgründen zu wenig Personal einsetzt oder am Service spart, leidet die Betreuung der Immobilie. Mögliche Folgen sind zum Beispiel:
- Verzögerte Reaktionszeiten bei Anliegen der Eigentümer oder Mieter
- Häufige Personalwechsel und dadurch weniger Kontinuität in der Betreuung
- Fehlerhafte oder verspätete Abrechnungen, was rechtliche Risiken bergen kann
- Vernachlässigung von Wartung und Rücklagenbildung, wodurch später hohe Folgekosten entstehen
- Zahlreiche kostenpflichtige Zusatzleistungen, weil im billigeren Grundpaket vieles nicht enthalten ist
Setzen Sie daher auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine qualitativ hochwertige Hausverwaltung kann durch professionelle Planung, präventive Instandhaltung und effizientes Management oft sogar Kosten einsparen – etwa indem teure Schäden rechtzeitig verhindert oder bessere Konditionen bei Dienstleistern ausgehandelt werden. Letztlich lohnt es sich für Sie als Eigentümer, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch auf Erfahrung, Zuverlässigkeit und den angebotenen Leistungsumfang der Verwaltung.
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